Gesellschaftliche Fragen und Identitäten

Diskussionsforum für www.rauchen-forum.de: Archiv: Alles über das Rauchen: Gesellschaftliche Fragen und Identitäten
Von Stefano am Montag, den 23. September, 2002 - 13:46:

>seit 17.7. stolze Mama von Simon Emanuel.

Herzlichen Glückwunsch Maria!
Genieße diese herrliche Zeit. Ruck, zuck ist es über 1,90m herangewachsen.
(Mirko 1,96m, Sandro 1,92m und Diana 1,72m).
Damals bin ich wie ein Pfau durch die Straßen Valle di Cadore stolziert.

Durch meine damalige angepasste Weltanschauung ist Mirko leider noch kräftig eingequalmt worden. Bei Sandro und Diana war ich vorsorglicher, sie wuchsen rauchfrei auf.

In diesem Zusammenhang möchte ich ein gesellschaftspolitischer Widerspruch darstellen. Frankfurter Zeitungen war 1998 zu entnehmen, daß das Frankfurter Kinderbüro in Zusammenarbeit mit der Hotel- und Gaststättenvereinigung Frankfurt e.V. (HOGA), dem Dezernat für Wirtschaft, Sicherheit und Europaangelegenheiten sowie dem Bürgermeister der Stadt Frankfurt am Main an 28 Hotels und Restaurants der Stadt das Gütesiegel für kinderfreundliche Gastronomie 1998 vergeben hat. "Frankie `98 welcome; hier sind Kinder willkommen; Gütesiegel kinderfreundlicher Gastronomie", so lautet das Verzeichnis. Doch ob Kinder in den "Güte"-Gaststätten Tabakrauch ausgesetzt werden, war dem Kinderbüro gleich. Die Frage tauchte in dem Verzeichnis nicht auf! Eigene Nachfragen bei den "kinderfreundlichen" Gaststätten haben ergeben: In sieben von ihnen gibt es ein paar rauchfreie Tische in allen anderen nur volle Aschenbecher.

2001 folgte im Römer der Stadt Frankfurt am Main eine Pressekonferenz.
Mit "Frankie!" startete das Frankfurter Kinderbüro unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Petra Roth eine Reihe von Aktionen für Kinderfreundlichkeit in Frankfurt.

Zehn Kriterien, die für die Veranstalter wichtig erschienen, wurden für die Vergabe des Gütesiegels zu Grunde gelegt. Das wichtigste Thema Rauchen in Gaststätten wurde im Kriterienbereich erst gar nicht berücksichtigt. Nachdem die drei anwesenden Kinder angesprochen wurden, was sie empfinden wenn in der Gaststätte am Nachbartisch eine Zigarette angesteckt wird, kam über dieses Thema eine hitzige Debatte in Gang. Die Kinder waren der Meinung, dass sie sich dann sehr unwohl fühlen. Trotz dieser klaren Aussage der Kinder, wollte Oberbürgermeisterin Petra Roth dieses Thema sofort abwürgen. Sie sagte wörtlich: "Das Rauchen kann man im Gastronomiebereich nicht verbieten, das wäre zu weit gegangen". "Kindergesundheit - kein Interesse?" Frau Roth wird doch nicht selber ...?

Oder warum wollte ausgerechnet Sie, als Schirmherrin zusehen wie Kinder, in der "Kinderfreundlichen Gastronomie" Frankfurts gezwungen werden, sich einer kinderfeindlichen Umgebung anzupassen?

Unser Protest hat sich gelohnt, im Verzeichnis wurde das 11. Kriterium "Nichtraucherbereich" aufgenommen.

>(mit rauchenden Kollegen am Arbeitsplatz).

Schlimm, schlimm! Die Arbeitsplätze in Österreich sind also auch verqualmt.

Ciao und Hochatmungsvoll
Stefano

Von Felix am Mittwoch, den 24. April, 2002 - 00:49:

Hi Klaus,
danke, ja mich gibt´s noch. Habe irgendwann beschlossen, diese Windmühlen hier in Frieden zu lassen. ;-)
Es grüßt Dich
Felix Don Quichotte

Von MissMutig am Freitag, den 19. April, 2002 - 11:55:

isch habe gar kein Fernsähn :-)

Von Manfred am Freitag, den 19. April, 2002 - 09:01:

Hi Missi: Na der Klospay - wo (in der Werbung) der kleine süße asiatische Bub am Klo sitzt und einmal draufdrückt - und alles riecht supa! ;-))
pffff - die würden mich in der Bahn schimpfen.

@Jürgen: bin ich dann ein Jürgenianer? :-)


lg
Manfred

Von Jürgen T. (Ix) am Freitag, den 19. April, 2002 - 08:39:

Hi Klaus,

ich kenne zwar keinen konvertierten Katholiken, aber die Assoziation mit "schlimm" würde ich beim Katholizismus sogar unterschreiben ;-)

@Manfred:
(komme ich damit schon am Rande von Jürgens Ideen mit der Spritzpistole??)

Ja :-)

Bei Ex-Rauchern würde ich eher von Freiheitskämpfern sprechen. Den größten Kampf, nämlich den um die eigene Nikotin-Unabhängigkeit haben sie schon gewonnen. Warum sollen sie nicht weiter kämpfen? :-)

Gruß,
Jürgen

Von MissMutig am Freitag, den 19. April, 2002 - 07:13:

Hallo Manfred,

was ist ein One Touch Easy?
Gratulation zu den 13125 nicht gerauchten Zigaretten :-)

MissMutig
Three weeks, three days, 8 hours, 12 minutes.
730 cigarettes not smoked, saving 230,61 DM.
Life saved: 2 days, 12 hours, 50 minutes.

Von Manfred am Freitag, den 19. April, 2002 - 06:38:

Hi Stefano!
ich hoff dir geht´s gut - haben ja schon lange nix mehr gehört von einander.
zu deinem:
"Warum hast du überhaupt das Rauchen aufgegeben Klaus, wenn dir der Gestank nichts ausmacht? "

möchte ich allerdings etwas hinzufügen.
Ich bin selber (nach mittlerweile 13.125 nicht gerauchten Zigaretten) ein ziemlich extremer Ex-Raucher. Gerade heute hat sich bei uns im Zug einer gegenüber gesetzt der kurz vor dem Einsteigen wohl noch fest inhaliert hat. ich konnte mir ein: "Wäh, da stinkts" nicht verkneifen. Doch natürlich war ihm das, wie den meisten Rauchern egal. Ich hab mir überlegt ob ich nicht ein "One Touch Easy" (ohne Werbung machen zu wollen) in den Zug mitnehmen soll für den Fall dass wieder einer der aus Leibeskraft atmet und dabei den widerlichen Geruch ausatmet. (komme ich damit schon am Rande von Jürgens Ideen mit der Spritzpistole??).
Und in meinem Haus herrscht absolutes Rauchverbot (Auto sowieso).
Aber den Ausspruch warum Klaus den mit dem Rauchen aufgehört hat wenn es ihm nicht stört will ich so nicht stehen lassen. Es ist ja wohl ein gehöriger Unterschied zwischen sich selber vollrauchen und ob man den Gestank der (leider sehr oft) nur an sich denkenden Raucher toleriert oder nicht.
Ich mein, ich find es auch widerlich. aber ich würde keinem der aufgehört hat und sagt dass er kein Problem mit den Rauchern (im Bezug auf Geruchsbelästigung)hat sagen ob es überhaupt sinnvoll war warum er das Rauchen aufgegeben hat.

Aber so, wie immer im Leben sind die Meinungen verschieden - wenns nicht so wäre gäbe es keine Diskussionen und damit kein Forum!

Stefano: ich wünsch dir jetzt schon einen schönen
ersten Mai und lass die Fahnen schön wehen! ;-))

Lg
Manfred

Von Stefano am Donnerstag, den 18. April, 2002 - 23:20:

>"Fast - Nichtraucher" mit Rauchern leben. Tu ich gerne,

Warum hast du überhaupt das Rauchen aufgegeben Klaus, wenn dir der Gestank nichts ausmacht? Gesundheitlichen Gründen liegen wohl bei dir nicht vor. Wem willst du etwas beweisen? Wo bleibt die Konsequenz? Der Normalfall muß tabakrauchfrei sein - und nicht umgekehrt!

Hochatmungsvoll --
Stefano im Kampf um die
Denkweise
innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Klaus am Donnerstag, den 18. April, 2002 - 20:24:

Ach, hab ich doch glatt vergessen zu fragen:

Gibt´s eigentlich den Felix hier noch? Hab diese ganze Seite erst heute gelesen.

*Hut ab Felix*,

ich bin heute seit 50 Tagen sauber. Ich habe 43 Jahre lang geraucht und das gerne. Jetzt hab ich aufgehört und muss seitdem als "Fast - Nichtraucher" mit Rauchern leben. Tu ich gerne, weil ich weiss, was ich in den Jahren meiner Raucherzeit verursacht habe.

Bei der ganzen Diskussion auf dieser Seite ist mir permanent ein Spruch ins Gehirn gestoßen: Die schlimmsten Katholiken sind die konvertierten. Ich bin auch einer davon und ich glaube mittlerweile, dass man diesen dummen Spruch auf einige Ex- Raucher übertragen kann.

Jürgen und Jürgen(Du hast ja noch nicht) und Stefano, bleibt sauber, es ist in Eurem Interesse.
Spart Euch jeden Überredungsversuch, spart Euch jede Beschimpfung, ich bin seit 50 Tagen rauchfrei, ich werde es bleiben und meine rauchenden Mitmenschen tolerieren. Ich hab´s ja selbst lange Zeit nicht besser gewusst.

Gruß, Klaus

Von Klaus am Donnerstag, den 18. April, 2002 - 20:05:

Hi Stefano,

gab`s auch eine 2. und 3. Maidemo? Das wären dann ja schon 20 - 30.000. Also, dann: alle hinaus, Klaus

Von Stefano am Donnerstag, den 18. April, 2002 - 18:15:

>und sonst ist keiner da?

Wenn du mit machst, dann sind wir zu zweit Klaus.
Mal sehen, letztes Jahr haben in Frankfurt über 10.000 an der 1. Maidemo teilgenommen.
Soviel also zu deine witzige Anmerkung.
Trotzdem vielen Dank für die Richtigstellung.

@ Schluß mit der Unkultur der Rauchdiktatur!}

Hochatmungsvoll
Stefano

Von Klaus am Dienstag, den 16. April, 2002 - 21:50:

Hi Stefano,

wir treffen uns mit einem Transparent? und sonst ist keiner da? Schade.

Und warum heraus? Bist Du ein Straßenkind (auf der Straße?) Sonst sollte es heißen: Hinaus, Klaus

Von Stefano am Dienstag, den 16. April, 2002 - 20:22:

Heraus auf die Straße, beteiligt euch
an 1. Mai-Demonstrationen.
Zeigt Flagge für eine gerechte Zukunft.

Wer, wenn nicht wir, soll einen Schutz vor dem
Luftschadstoffgemisch Tabakrauch fordern?
Wir treffen uns um 9.00 Uhr am Günthersburgpark
in Frankfurt am Main mit einem Transparent.

Hochatmungsvoll
Stefano

Von Paul Lenz (Webmaster) am Dienstag, den 12. Februar, 2002 - 06:42:

Hallo Stefano,

> Dann lass dir doch was einfallen Paul.

Nö. Ich sehe da überhaupt keinen Handlungsbedarf.

> >Also bleibt nur "nichtdurstig"
>
> Ach wirklich Paul? Und Warum nicht "Nichtdurstiger"?

??? Ist doch das selbe.


> >Klassenkampf-Vokabular
>
> Aha! Jetzt verstehe ich auch die Gelbe Farbe.

Du verstehst gar nichts. Die gelbe Farbe ist so unpolitisch wie das Rauchen.


Webmaster

Von Stefano am Montag, den 11. Februar, 2002 - 23:23:

>kinderlose Blinde sind nicht notwendiger Weise weltfremd!

Völlig richtig Jürgen T., mir ist gerade nichts besseres eingefallen.

Seltsam dass du einer der wenigen bist, der sich Gedanken, über andere Gedanken macht.

Hochatmungsvoll --
Stefano, im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Stefano am Montag, den 11. Februar, 2002 - 23:11:

zufällig für Nichtraucher keine spezielle Bezeichnung gibt.

Dann lass dir doch was einfallen Paul. Hast ja sonst sooo gute Einfälle.

>Also bleibt nur "nichtdurstig", weil es dafür ebenfalls kein spezielles Wort gibt.

Ach wirklich Paul? Und Warum nicht "Nichtdurstiger"?

>Klassenkampf-Vokabular

Aha! Jetzt verstehe ich auch die Gelbe Farbe.
Soll das Nichtrauchen etwa zur Profitmaximierung herhalten?

Hochatmungsvoll --
Stefano, der im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Jürgen T. (Ix) am Montag, den 11. Februar, 2002 - 22:56:

[...]Es ist eine Kategorisierung wie Schwule/Nichtschwule, Diebe/Nichtdiebe etc., nur dass es im Gegensatz zu Heterosexuellen und Ehrlichen zufällig für Nichtraucher keine spezielle Bezeichnung gibt. Das ist alles.

Wie bezeichnest Du jemanden, der zwar Hunger hat, aber keinen Durst? "Satt" nicht, denn er ist ja hungrig. Also bleibt nur "nichtdurstig", weil es dafür ebenfalls kein spezielles Wort gibt.


Dafür hat man eigens mal ein Wort erfunden: "sitt"="nicht durstig". Ehrlich! :-) Es benutzt nur keiner ;-)))

Ich weiss selber nicht, wie ich dazu stehen soll.
Das Argument einen Begriff zu suchen der für etwas steht das eigentlich völlige Passivität ausdrückt ist schon seltsam. (Nicht-Fernseher, Nicht-Zeitungleser...)
Und ich verstehe Stefanos Argument, dass das Wort "Nichtraucher" allein durch seine Existenz und den Köpfen einiger so eine wertende Bedeutung bekommen kann wie "Nichtschwimmer" (jeman der NOCH nich schwimmen kann. Also in gewisser Weise nicht so gut ist wie ein Schwimmer.) Insofern finde ich den Begriff Nichtraucher vielleicht unpassend. Allerdings wandeln sich Bedeutungen auch. Die schwulen z.B. stehen zu dem Begriff "schwul" (neudeutsch: "gay"(=fröhlich) der in seiner Urbedeutung beleidigend verwendet wurde (wird?), und verwenden ihn nun selber zwanglos, sehen ihn positiv, um den Homophoben den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Insofern kann ich wieder leute verstehen die sich stolz als Nichtraucher verstehen, gerade um sich von Rauchern im positven Sinne abzusetzen.

Allerdings fällt mir auch kein besseres Wort ein für jemanden, der nicht raucht.

Und ist es auch ein Unterschied zwischen einem Nichtraucher und einem Zwangsmitraucher. Auch ein Raucher kann in die Situation des Zwangsmitrauchens geraten. (Siehe mein Beispiel mit den beiden rauchenden Damen im Studentencafe :-)

Aber Stefano, kinderlose Blinde sind nicht notwendiger Weise weltfremd! ;-)))

Und Paul, du vergisst die Bisexuellen, die fühlen sich bei deiner Einteilung in schwarz/weiss ausgegrenzt ;-)))

Es bleibt schwierig

Gruß
Jürgen

Von Paul Lenz (Webmaster) am Montag, den 11. Februar, 2002 - 21:13:

Hallo Stefano,

> Durch die Kategorisierung der Menschen in "Raucher"
> und "Nichtraucher" verunglimpfst du selber die "Raucher"
> in eine Art "Untermenschen".

Nein. Es ist eine Kategorisierung wie Schwule/Nichtschwule, Diebe/Nichtdiebe etc., nur dass es im Gegensatz zu Heterosexuellen und Ehrlichen zufällig für Nichtraucher keine spezielle Bezeichnung gibt. Das ist alles.

Wie bezeichnest Du jemanden, der zwar Hunger hat, aber keinen Durst? "Satt" nicht, denn er ist ja hungrig. Also bleibt nur "nichtdurstig", weil es dafür ebenfalls kein spezielles Wort gibt.


> Aber soweit denken wohl ewiggestrigen nicht.

Durch die Verwendung von Klassenkampf-Vokabular wird Dein Denkweisen-Spleen auch nicht einleuchtender.


Webmaster

Von Stefano am Montag, den 11. Februar, 2002 - 20:52:

Drittens sind Raucher auch keine Art Untermenschen,

Durch die Kategorisierung der Menschen in "Raucher" und "Nichtraucher" verunglimpfst du selber die "Raucher" in eine Art "Untermenschen". Aber soweit denken wohl ewiggestrigen nicht.

einigermaßen höflich, zumindest enthalten meine Beiträge keine direkten Beschimpfungen!

Schon in Ordnung Felix, deine Beiträge hören sich wirklich sehr angepasst an!

ausschließlich um den Geruch.

Du meintest wohl Gestank! Oder ziehst du etwa keine Klamotten an, wenn du verqualmte Räume betrittst?

es werden persönliche olifaktorische Präferenzen als gerechtes Eintreten um Gesundheit und Rechte von Schwächeren getarnt.

Das finde ich Demagogisch Felix! Es scheint also bereits so zu sein, dass du dich vor Handywellen, Ozon oder Darmgasen mehr fürchtest als vor dem aufgezwungenen Luftschadstoffgemisch Tabakrauch mit den wissenschaftlich nachgewiesenen Krankheitsfolgen. Ich empfehle Dir, dein Richnerv untersuchen zu lassen.

Dieses Vorgehen halte ich nicht für unterstützenswert,

Warum eigentlich nicht Felix? Deiner Meinung nach hätten sich also die Kinder, einer gesundheitsschädigenden Verhaltensweise auf das Kinderfasching anpassen sollen.
So Weltfremd können nur Kinderlose Blinde sein.

sondern für Etikettenschwindel. Unterm Strich ist´s auch noch kontraproduktiv im Hinblick auf echte Prävention, weil leicht durchschaubar von gefährdeten Personen, meist Jugendlichen.

Die rauchfreien Kinderfaschings, die rauchfreien Betriebsversammlungen, die rauchfreien Gewerkschafstversammlungen, die rauchfreien Jugendtreffs usw. findest du kontraproduktiv?
Wem schadet eigentlich diese Prevention Felix?

Es gibt Dinge, die sich nicht von oben regeln lassen, die sich wirtschaftlich von selber entwickeln:

Stimme ich dir nur teilweise zu Felix. Denn kein einzelner und keine Institution kann Forderungen für die Allgemeinheit durchsetzen. Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern.

Abendlokale, Cafés und Bars sind nicht deshalb Raucherlokale, weil das irgend jemand so beschlossen hat,

Bist du sicher Felix? Dann kennst du nicht die NGG und die DEHOGA.

Wenn es zu wenige Nichtraucherlokale gibt, dann liegt das daran, dass sie sich BEI DEN NCIHTRAUCHERN nicht durchsetzen. (...) Nichtraucher sind seltener bereit, ein Lokal zu finanzieren, in dem man stundenlang nichts anderes tut als herumsitzen und quatschen.

Hm! Da ist was dran Felix. Die meisten nichtrauchenden Menschen sind in der Tat nicht bereit eine Gaststätte/Restaurant oder Kneipe zu führen. Denn wer nichts wird, wird Wirt - und diese rauchen meistens selbst. Aber dass ausschließlich Tabakkonsumenten o.g. Gastronomie besuchen würden, halte ich für gewagt. Schließlich kann das Gehalt oder Lohn nur einmal ausgegeben werden. Außerdem macht rauchen Krank und die Geldbörse blank. Logisch oder?

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher


Also wirklich Felix, dieser Quatsch hört sich an, wie nichtmilitanter Nichtarschloch.

Hochatmungsvoll --
Stefano, im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Stefano am Montag, den 11. Februar, 2002 - 18:19:

Hurra Felix,

unsere Auseinandersetzung hat sich herumgesprochen.

Der Kinderfasching am Rosenmontag 11. Februar 2002
In der Aula der Pestalozzischule, Vatterstraße, Riederwald
in Frankfurt am Main war absolut rauchfrei!

Das war nicht immer so. Was meinst du wer sich damit unbeliebt gemacht hat?

So viel also zu
>Wegen Euch lässt bestimmt kein einziger Jugendlicher die Kippe fallen! Im Gegenteil!


Zum Kinderfasching haben eingeladen der SJD "Die Falken" Ortsverband Riederwald, gemeinsam mit dem "Abendteuerspielplatz".


Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtsromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Felix am Montag, den 11. Februar, 2002 - 17:06:

Mit Verlaub: Ich habe nicht unbedingt gemeint, dass ich mich für immer von dem ganzen Forum verabschieden möchte, jedoch von dieser Diskussion hier.

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Paul Lenz (Webmaster) am Montag, den 11. Februar, 2002 - 16:07:

Hallo Felix,

> Restaurants sind aber keine "Kneipen", von denen ich gesprochen habe.

Sorry, hast Recht, Du hast von Cafés gesprochen.

> Selbstverständlich besitze ich darüber keine Liste.

Musst Du auch nicht haben, aber womit kannst Du Deine Aussage Es gibt Nichtrauchercafés. Die sind leer, weil meistens Raucher ins Café gehen belegen? Oder war das nur eine Behauptung aus dem hohlen Bauch heraus?

> Ich werde mich nun aber aus der Diskussion ausklinken

OK - aber dann bitte auch konsequent sein und nicht mit einem neuen Benutzernamen einsteigen.


> da sie sich im Kreise dreht, ich mir einen Eidruck gemacht habe,
> worum es wirklich geht

Es geht um Gerüche, deren "Sinn" allein darin besteht, eine völlig unnötige Sucht zu befriedigen und die sich damit meilenweit von dem entfernen, was Dieselabgase, Knoblauch etc. an nützlichem Hintergrund haben.


Webmaster

Von Jürgen T. (Ix) am Montag, den 11. Februar, 2002 - 11:59:

Der Punkt ist für mich: es geht manchen hier ausschließlich um den Geruch. Das hatte ich am Anfang nicht mitbekommen. Das heißt, es werden persönliche olifaktorische Präferenzen als gerechtes Eintreten um Gesundheit und Rechte von Schwächeren getarnt.

Das stellst du etwas verzerrt dar. Mir geht es AUCH um die geruchsbelässitgung. Im vordergrund steht natürlich die gesundheitsschädliche belastung in innenräumen. Wenn jedoch die ethische seite des beräucherns nicht prinzipiell von dir verstanden wird, dann sehe ich auch keine basis mehr, auf der ein weiterdiskutieren lohnen würde. Du räumst den Rauchern das recht ein sich asozial zu verhalten, und das verstehe ich nicht. Und du hast es auch noch nicht schüssig begründet. Insofern dreht sich die argumentation nicht im kreis, sondern sie wird deinerseits abgebrochen.
Die Übergänge von der Körperverletzung und der Beläßtigung sind fliessend. So auch beim Rauchen. Die unterscheidung von Rauch im innenraum, und im freien wird auf grund der gesundheitsschädlichkeit und der möglichkeit sich dem zu entziehen getroffen. Die forderung nach rauchfreiheit in innenräumen ist meiner meinung nach ein zwischenziel, das die stärkeren argumente hat (gesundheitsgefahr.) MIR (!) geht es aber auch prinzipiell darum, dass ich mir meine Luft nicht verpesten lasse. Und so ist eine rauchfreie welt für MICH(!) im moment (NOCH!)eine schöne utopie

Abschließend endlich das leidige Lokalargument. Es gibt Dinge, die sich nicht von oben regeln lassen, die sich wirtschaftlich von selber entwickeln: [...]

Genau deshalb ist es so wichtig, dass der staat hier und da regulierend (mit gesetzen) eingreift, damit unsere welt nicht vollkommen vor die hunde geht. Oder was glaubst du, warum wir eine soziale marktwirtschaft haben, und keinen kapitalismus?

Ich wünsche dir alles gute, hauptsächlich auch für dein olfaktorisches system, das offensichtlich einiges an empfindlichkeit verloren hat. Vielleicht wäre ja auch eine Therapie angemessen? ;-)

Von Felix am Montag, den 11. Februar, 2002 - 11:15:

Webmaster,

das ist ein demagogisches Scheinargument:
Es ist zum einen völlig egal, ob Teile dessen, was ich schreibe schon von irgend jemand anders gesagt worden sind oder nicht, und ob dies Raucher sind oder waren oder nicht, und zweitens stimmt das auch inhaltlich nicht in einer so undifferenzierten Weise. Drittens sind Raucher auch keine Art Untermenschen, die Worte und Sätze in einer Form entwerten, dass alles was sie schon einmal gesagt haben dadurch automatisch falsch würde.

Dadurch werden meine Statements ebenso nicht zu "Kampfschriften". Im Gegensatz zu anderen bin ich doch eingiermaßen höflich, zumindest enthalten meine Beiräge keine direkten Beschimpfungen!

Der Punkt ist für mich: es geht manchen hier ausschließlich um den Geruch. Das hatte ich am Anfang nicht mitbekommen. Das heißt, es werden persönliche olifaktorische Präferenzen als gerechtes Eintreten um Gesundheit und Rechte von Schwächeren getarnt.
Auch wenn diese Leute auf "Deiner Seite" kämpfen: Dieses Vorgehen halte ich nicht für unterstützenswert, sondern für Etikettenschwindel. Unterm Strich ist´s auch noch kontraproduktiv im Hinblick auf echte Prävention, weil leicht durchschaubar von gefährdeten Personen, meist Jugendlichen.
Es war aber diese ganze Argumentationskette notwendig, um auf diesen Punkt zu kommen.

Abschließend endlich das leidige Lokalargument. Es gibt Dinge, die sich nicht von oben regeln lassen, die sich wirtschaftlich von selber entwickeln:
Abendlokale, Cafés und Bars sind nicht deshalb Raucherlokale, weil das irgend jemand so beschlossen hat, sondern weil sich in aller Regel Raucher dort intensiver und länger aufhalten und - das ist das Wichtigste - mehr konsumieren. Ausschließlich danach orientiert sich ein Markt, nämlich: GELD. Wenn es zuwenige Nichtraucherlokale gibt, dann liegt das daran, dass sie sich BEI DEN NCIHTRAUCHERN nicht durchsetzen. Durchsetzen heißt: hingehen und zahlen. Das gilt übrigens nicht für Esslokale, da gibt es sehr wohl eine Nachfrage und daher auch ein Angebot. Restaurants sind aber keine "Kneipen", von denen ich gesprochen habe.

Man könnte einfach sagen: Nichtraucher hängen weniger in Lokalen herum, daher sind diese Orte eher Raucherorte. Oder anders gesagt: Nichtraucher sind seltener bereit, ein Lokal zu finanzieren, in dem man stundenlang nichts anderes tut als herumsitzen und quatschen. Sobald es mehr Bedürfnis seitens der Nichtraucher gibt, entstehen auch entsprechende Lokale.

Selbstverständlich besitze ich darüber keine Liste.

Ich werde mich nun aber aus der Diskussion ausklinken, da sie sich im Kreise dreht, ich mir einen Eidruck gemacht habe, worum es wirklich geht und wenig Möglichkeiten sehe, dass sich so eingefahrene Standpunkte aufweichen.

Gruss

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Paul Lenz (Webmaster) am Montag, den 11. Februar, 2002 - 08:41:

Felix,

> Ich möchte meine Beiträge bestimmt nicht als Kampfschriften verstanden wissen!

Klar, aber so kommen sie an. Alles, was Du hier vorbringst, kenne ich schon seit vielen Jahren - und zwar aus dem Mund von Rauchern. Der sinnlose Vergleich mit Dieselabgasen, das Märchen von den menschenleeren Nichtraucherkneipen... das hängt mir schon ewig aus dem Hals raus.

Webmaster

Von Jürgen T. (Ix) am Montag, den 11. Februar, 2002 - 07:57:

PS: @Felix: Wenn du meinst, man muss üble Gerüche eben manchmal ertragen, wieso sind dann Stinkbomben (Schwefelwasserstoff in nicht gesundheitsschädlichen Dosen) verboten? Das ist doch ein Heidenspass sowas! :-)

Die Parallelen sind:
- dem Werfer macht es Spass und bringt ihm Freude

- bei einer Stinkbombe ist die Gesundheitsgefärdung vernachlässigbar. Jeder der den Geruch nicht mag, kann ja wo anders hingehen.

Ich finde, so eine Stinkbombe könnte man Prima anwenden, wenn man in einer Warteschlange steht. In kürzester Zeit würde nur noch ich an der Kasse stehen. Ich als Chemiker kann diese Art von Geruch relativ gut rational wegstecken. (Alle anderen benötigen vermutlich eine Verhaltenstherapie ;-) Immerhin bin ich schneller als sonst aus dem Laden, das ist der Mühe wert...

Diese Argumentation würdest du doch bestimmt nicht gelten lassen. Und wieso dann bei Rauchern?

Schönen, rauchfreien Tag,
Jürgen

Von Jürgen T. (Ix) am Montag, den 11. Februar, 2002 - 07:39:

Zum Thema: Wenn du ganz normal um das Feuer sitzt, kriegst du viel viel mehr Rauchpartikel ab, als wenn du von 20 Rauchern umringt bist. Gesteh´s dir ein Jürgen: Dein "Anliegen" ist einfach der Geruch.

Ganz genau! Endlich hast du es Verstanden :-) Allerdings würde ich nicht so euphemistisch Geruch sagen, sondern Gestank.
Und mit dem Unterschied, das ich am Lagerfeuer nicht jeden Tag sitzte, und das es meine eigene, freie Entscheidung wäre. Ausserdem begebe ich mich nicht in die Rauchwolke, sondern sitze auf der dem Wind zugewandten Seite. Hinzu kommt, dass mir Lagerfeuer Spass machen. Und ich würde natürlich ein Lagerfeuer (mit nassem Holz ;-) nicht im Garten machen, wo ich durch den Rauch vielleicht Nachbarn beläßtige.

Zur Therapie: Verhaltensstörungen sollte man nur therapieren, wenn es auch Verhaltensstörungen sind. Die Flucht vor schlechter Luft ist keine Verhaltensstörung, sondern ein Überlebensinstinkt.

Von Stefano am Montag, den 11. Februar, 2002 - 06:43:

>Trotzdem: man muss sich arrangieren

Eine Frankfurter Zeitung meinte am 1.2.2002,
"Passivrauchen wäre gesünder gewesen:"
An der U-Bahnstation Hügelstraße regt sich ein Offenbacher (47) auf, weil vier Burschen (17-22) im Abteil rauchten. Er meckert, die Jungs schlagen ihm die Nase blutig. Nichtraucher zum Arzt, Schläger auf die Wache.

Ist das der Arrangement, daß du anstrebst Felix?
Wehe, wenn sich dieser Fall umgekehrt zugetragen hätte.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtsromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Felix am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 23:59:

Webmaster: Das ist Haarspalterei. Ich möchte meine Beiträge bestimmt nicht als Kampfschriften verstanden wissen!

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Felix am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 23:57:

Therapiegeschwafel: Da geb ich dir vollkommen recht, Jürgen. Aber in ganz seltenen Fällen sehe ich keine Alternative. Außerdem gibt es nicht nur Freud und Tiefenseelengeschnetzel. Bei Phobien, Zwängen und Aversionen helfen anscheinend so einfache Dinge wie Verhaltenstherapie (z. B. Biofeedback) ganz gut. Oder Selbstreflexion.

Zum Thema: Wenn du ganz normal um das Feuer sitzt, kriegst du viel viel mehr Rauchpartikel ab, als wenn du von 20 Rauchern umringt bist. Gesteh´s dir ein Jürgen: Dein "Anliegen" ist einfach der Geruch.

Ich kann aber auch nicht Knoblauchbrater, Autos, verschiedene Essensgerüche und übel riechende Mitmenschen von der Straße weisen, weil es mir den Magen umdreht! Es gibt genug Plätze, die ich meiden muss, weil ich mich dort absolut nicht wohl fühle.
Bei dir ist´s halt der Biergarten (den ich aus anderen Gründen auch nicht unbedingt aufsuchen muss).

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Paul Lenz (Webmaster) am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 23:44:

> @Felix: Dein komische Therapiegeschwafel kannst du dir sparen.

Nicht unbedingt. Ich fand, seinen Satz Manchmal handelt es sich bei diesen Gefechten auch um Übertragungen kann man auch sehr gut auf seine eigenen Kampfschriften anwenden.


Webmaster (der immer noch auf Adressen von menschenleeren Nichtraucherkneipen wartet)

Von Jürgen T. (Ix) am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 23:21:

[Coitado:]Ich finde Raucher (im Freien, wohlgemerkt) allemal erträglicher als jeden Diesel, Juppie, der sein (aus dem Auspuff stinkendes) Cabrio durch die Gegend fährt...... Die werden aber tolieriert.

Lieber Coitado, das ist bei mir übrigens so, dass ich Auch lieber die Autoabgase rieche, als das Auspumpen der Kanalisation in der Nähe der Unimensa. Aber welchen Aussagewert hat dieser Vergleich?

Ein Fleischesser wird vom Vegetarier (i.d.R.) tolieriert. Das was ein Raucher z.B. im Biergarten in die Luft pustet mag unangenehm riechen, ist (jedenfalls nach spätestens 1-2 M) nicht mehr gefährlich.

Ich merke schon, wir reden aneinander vorbei. Ich glaube ich habe schon zum Ausdruck gebracht was ich davon halte, dass andere Leute etwas auf meine Kosten geniessen.

Dazu ist nur noch zu bemerken, dass mich die Nebelschwade eines Rauchers der vor mir auf der Rolltreppe steht wesentlich direkter trifft, als die Abgaswolke eines Autos, die durch die Luft verwirbelt wird. Bei Diesel-Lastwagen gebe ich dir recht, das "stinkt" mir auch. Aber ich finde nicht, das ein Übel durch die Existenz eines anderen zu rechtfertigen ist. Immerhin bemüht man sich ja, die Abgasemissionen zu vermindern.

@Felix: Dein komische Therapiegeschwafel kannst du dir sparen. Ich glaube die Psychologie muss sich noch von dem Schaden erholen, der Sigmund Freud angerichtet hat. Und nicht nur dadurch, dass er Kokain als therapeutisches Mittel propagiert und verwendet hat.

Was das Lagerfeuer angeht, so muss ich sagen, dass es immer einen Bereich gibt der von den meisten gemieden wird. Wieso wohl?

Es ist ein Urinstikt des Menschen,verpestete Luft zu Meiden. Das wirst du so schnell auch nicht wegtherapieren können oder wollen. Oder doch? ;-)

Und im übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss!

Von Stefano am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 23:04:

>eine mögliche Gefundheitsgefährdung durch Passivrauchen

Für das Immunsystem wahrscheinlich nicht Felix. Aber der Tabakrauchgestank kann durchaus die Psyche belasten und zu psychosommatische Störungen führen. Das wiederum andere krankmachende Faktoren auslöst.

>Jedes Lagerfeuer und jedes Grillgelage.

Lagerfeuer ist selten Felix. Störend und belastend empfinde ich höchstens,
wenn Dilettanten nasses Holz verbrennen.
Grillgelage dagegen finde ich ganau so penetrant wie Tabakrauch und meide dessen Nähe.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtsromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Stefano am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 22:42:

>Selbstverständlich gehören Nikotiniker zu den Süchtigen

Vor rund 20 Jahren wurde dieser Aspekt energisch bestritten Paul.
Außerdem kenne ich keine Klinik, dass Nikotiniker therapiert.

Die allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber das Rauchen verdeutlicht, daß das Wort "Sucht" in der öffentlichen Diskussion allzu häufig von Geschäftemachern und sogenannten Sozialarbeiter mißbraucht wird, um auf dem neu entdeckten Feld Karriere zu machen und Geld zu verdienen.

Es kann doch kein Zufall sein, dass anfang der 80ger Jahren Alkoholismus in das Schwerbehindertengesetz aufgenommen wurde und dass Sozialarbeiter, auch das Rauchen als Suchtpotential entdeckt haben. Als dann § 20 des SG abgeschfft wurde, war plötzlich die Nikotinsucht nicht mehr so wichtig. Daher meine Skepzis. Alles klar Paul?

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtsromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Felix am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 22:17:

Hallo, ich möchte Coitado beipflichten und zudem viel Freude nach erfolgreichem Weg zum Nichtraucher wünschen. Genau dieselben Beispiele fallen mir auch ein.

Im Freien kann es objektiv nicht wirklich um eine mögliche Gefundheitsgefährdung durch Passivrauchen gehen, da sind die Konzentrationen viel zu gering. Ein bisschen Gehen neben einer nicht einmal sehr befahrenen Straße ist da schon weitaus gefährlicher! Jedes Lagerfeuer und jedes Grillgelage. Meßbar und gleich um ein Vielfaches.

Offensichtlich wird der Tabakgeruch von einzelnen Personen als extrem störend empfunden. Da ist bei mir offensichtlich keine besondere Empfindlichkeit, das kann ich nur bedingt nachempfinden, mich stören andere Gerüche und Geräusche, Rauch dagegen nehme ich kaum wahr.

So extrem habe ich das allerdings bisher nur bei ehemaligen Rauchern beobachtet, wenn auch nicht in dieser starken Ausprägung - da könnte im Entwöhnungsprozess etwas passiert sein, das noch therapiert werden könnte.

Manchmal handelt es sich bei diesen Gefechten auch um Übertragungen: Eine sehr starke unbewusste Aggression gilt in Wahrheit einer ganz bestimmten Person (in dem Fall wahrscheinlich Raucher). Der Konflikt wird nicht eingestanden aber immer wieder stellvertretend mit irgendwelchen anderen Leuten ausgefochten. Da es nicht gerade glücklich macht, könnte man eine therapeutische Intervention ins Auge fassen.

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Coitado am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 21:41:

Lieber Jürgen T, eine Erwiderung kann ich mir nicht verkneifen: Ich finde Raucher (im Freien, wohlgemerkt) allemal erträglicher als jeden Diesel, Juppie, der sein (aus dem Auspuff stinkendes) Cabrio durch die Gegend fährt...... Die werden aber tolieriert.
Ein Fleischesser wird vom Vegetarier (i.d.R.) tolieriert. Das was ein Raucher z.B. im Biergarten in die Luft pustet mag unangenehm riechen, ist (jedenfalls nach spätestens 1-2 M) nicht mehr gefährlich.
Was du einforderst, ist eine radikale Freiheit für dich, die jegliche Toleranz außer acht läßt und im übrigen auch nicht mit allen rechtlichen Aspekten in Einklang steht. (Ich gehe davon aus, dass ein rechtlicher Disput hier fehl am Platz ist).
Siggi

P.S.: ich versuche gerade Nichtraucher zu werden, dennoch stören mich Raucher nicht!

Von Paul Lenz (Webmaster) am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 19:53:

> Als Süchtige stufe ich höchstens Menschen ein,
> die Alkohol, Heroin, Kokain usw. mißbrauchen.
> Nicht aber Zigarettenkonsumenten.

Selbstverständlich gehören Nikotiniker zu den Süchtigen, genauso wie Leute, die an den Folgen des Rauchens vorzeitig verstorben sind, zu den Drogentoten gehören. Siehe dazu den Zähler auf der Startseite.


Webmaster (im Kampf um die Denkweise)

Von Stefano am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 18:13:

P.S.

Wie willst du ausweichen, wenn sich im Biergarten

Richtig Jürgen T.
Biergärten habe ich garnicht bedacht.
Wegen der Qualmerei habe ich seit Jahren keins mehr besucht.


Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtsromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Stefano am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 18:01:

Im Freien kann man ausweichen

Das war nie mein Thema Felix.
Im Freien gehören zwar auch Einkaufstraßen, da kann es jedoch, besonders im Sommer, bei hohen Ozonwerte schon mal zum Zwangsmitrauchen ausarten.

Das Rauchen im Freien gehört aber für mich zum Straßenverkehr. Unser Anliegen ist das Zwangsmitrauchen. Also an Orte die alle Menschen besuchen müssen Wohnraum, Arbeitsplatz, Behörden, Gastronomie (außer Kneipen) usw..

Sieh sie doch einfach als Kranke,

Oh nein Felix! Damit kann man alles rechtfertigen. Autoraser, Pedofilen, Kleptomanen usw. Als Süchtige stufe ich höchstens Menschen ein, die Alkohol, Heroin, Kokain usw. mißbrauchen.
Nicht aber Zigarettenkonsumenten.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtsromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Jürgen T. (Ix) am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 17:41:

PPS: und vielleicht, Felix, erklärst du mir mal, wieso ich mich unwohl fühlen soll, damit sich ein Raucher (auf meine Kosten) wohl fühlt. Ich wäre dir für eine plausible Erklärung dankbar.

Von Jürgen T. (Ix) am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 17:35:

@Felix: Und es gibt noch ein weiteres Rechspinzip: Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen.
(Das heisst, ich darf mich wehren wenn ich angegriffen werde.)

Ich sehe also eigentlich keinen Anlass, einem Raucher (auch nicht im freien) auszuweichen.
Ich werde ihm erklären, dass ich mich durch seinen Rauch beläßtigt fühle und ihn höflich bitten seine Zigarette aus zu machen. Daraufhin wird der Raucher natürlich sofort (er ist ja rücksichtsvoll) seine Zigarette ausmachen, und alles wird gut :-)

Das ist zu mindest die Vorgehensweise die ich anwende. Leider traf bisher der letzte Teil nur einmal ein. In den restlichen Fällen wurden meistens hitzige Diskussionen daraus, an denen sich teilweise andere Passanten mit Zivilcourage beteiligten.
Erfolg hatte ich damit bisher noch in jedem Fall :-)

(PS: Wie willst du ausweichen, wenn sich im Biergarten (alles ist voll besetzt) jemand am Nebentisch, in deiner Windrichtung eine Zigarre anzündet? 'Ist mir alles schon passiert.)

Von Felix am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 16:25:

Stefano, ich sehe, dass du schon als Kind zum Rauchen verführt worden bist. Das macht mir Deinen Standpunkt verständlicher.

Trotzdem: man muss sich arrangieren. In erster Linie schaden sich Raucher und Raucherinnen selbst. Im Freien kann man ausweichen. Sieh sie doch einfach als Kranke, als Süchtige, als Selbstmörder auf Raten.

Hast du Allen Carrs Buch gelesen?

Felix
trotzdem nichtmilitanter Nichtraucher

Von Stefano am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 13:00:

Und ich möchte nochmal betonen, das das Recht auf körperliche Unversehrtheit höher steht, als irgendwelche Vergnügungs-("genuss"(?))brauchtümer.

Stimme ich dir uneingeschränkt zu Jürgen T.
Wir fordern daher, dass künftig nur dort geraucht werden darf, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Rauchsaloon, Rauchpavillon, Rauchbereiche usw.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtsromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Jürgen T. (Ix) am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 11:35:

Coitado, den ich leider völlig übersehen habe möche ich auch noch antworten.

Freiheit ist immer auch die Freiheit des Anderen!

Dem stimme ich zu. Allerding gibt noch ein anderes Rechtsprinzip: Die eigen Rechte (Freiheiten) hören da auf, wo die Rechte des anderen anfangen.

Das ist eben ein Problem in einem dicht besiedelten Gebiet. Wo der Marlboro-Reiter auf weiter Flur niemanden trifft, kann er rauchen bis er tot umfällt, aber bitte nicht in einer Menschenmenge, wo er andere Leute beläßtigt. (Und in der Summe, denn er ist da nicht der einzige der unhöflicher Weise Raucht, gefärdet)

Und ich möchte nochmal betonen, das das Recht auf körperliche Unversehrtheit höher steht, als irgendwelche Vergnügungs-("genuss"(?))brauchtümer.

Ich darf eben nicht zum Spaß irgend etwas machen, was die Gesundheit anderer gefärdet. Ich darf nicht mal zum Spaß eine Bananenschale auf den Gehweg werfen... Und ich darf auch nicht zum Spaß in Papier gewickelte tote Pflanzenreste verbrennen, wenn ich damit die Atemluft meiner Mitmeschen verpeste.

Siehst du das anders?

Man sollte, anstatt aufeinander rumzuhacken, sich arrangieren. Der Raucher wird sicherlich Rücksicht nehmen müssen, der Nichtraucher kann dafür (z.B. im Freien) Toleranz üben!

Das widerspricht sich doch irgendwie. Wenn die Raucher Rücksicht nähmen, gäbe es ja gar keine Probleme. Die Probleme machen eben nur die Raucher denen das Wohlbefinden ihrer Mitmenschen egal ist.
Soll ich unter freiem Himmel denken, "Ach naja, der Raucher ist sonst sicherlich ganz nett und beläßtigt nur im Freien seine Mitmenschen. Ich werde mal abwarten und mich erst nach der 4. Zigarette wo anders nach einem rauchfreien Plätzchen umsehen." Entschuldigung, aber bevor ich keinen Knoten im Gehirn habe, werde ich mir eine solche Denkweise sicher nicht aneignen.

Von Stefano am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 10:16:

>unterschiedliche Auffassungen vom Wort "Prävention".

Ach! Wirklich? Kann es sein, dass Fremdwörter dir nicht so geläufig sind?
Das ist ja weiterhin nicht schlimm Felix!

Das Wort "Prävention" stammt vom Wort "Prävenire" (zuvorkommen, vorgreifen). In meinem Beitrag vom 08. Februar, 2002 - 20:10: habe ich versucht das zu verdeutlichen. In der Strafrechtslehre beduetet jedoch das Wort Prävention "Verbrecher unschädlich zu machen". In der öffentlichen Gesundheitsförderung bedeutet aber das Wort "Primärprävention" vorgreifend Vorbeugen. Gegner des (Zwangsmitrauchens) handeln also präventiv.

>das ergibt sich, v. a. als Vorbildwirkung Ich darf mal grinzen .

blue{>Darf ich nebenbei fragen, }

Du darfst Felix, du darfst. Was ist, wenn ich nie geraucht habe? Darf ich dann jedem in die Fresse hauen der in meinem Beisein raucht ? Also wirklich Felix, daraus entnehme ich bei dir, eine kleinbürgelichen Denkweise. Aber wenn es dich beruhigt, ich zähle mich seit 1970 nicht mehr
zu den schadstoffbeisteuernden Gruppe. Rotgeschriebener Text sind Links Hinweise.
Alles klar Felix?

Apostelgeschichte des Lukas, Kapitel 9, 19-25 : Guter Hinweis Jürgen T.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtsromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Jürgen T. (Ix) am Sonntag, den 10. Februar, 2002 - 10:01:

Felix, ich denke du hast es etwas falsch in Erinnerung :-)

Apostelgeschichte des Lukas, Kapitel 9, 19-25 :
[19]Saulus blieb aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. [20]Und alsbald predigte er in den Synagogen von Jesus, daß dieser Gottes Sohn sei. [21]Alle aber, die es hörten, entsetzten sich und sprachen: Ist das nicht der, der in Jerusalem alle vernichten wollte, die diesen Namen anrufen, und ist er nicht deshalb hierhergekommen, daß er sie gefesselt zu den Hohenpriestern führe? [22]Saulus aber gewann immer mehr an Kraft und trieb die Juden in die Enge, die in Damaskus wohnten, und bewies, daß Jesus der Christus ist. [23]Nach mehreren Tagen aber hielten die Juden Rat und beschlossen, ihn zu töten. [24]Aber es wurde Saulus bekannt, daß sie ihm nachstellten. Sie bewachten Tag und Nacht auch die Tore, um ihn zu töten. [25]Da nahmen ihn seine Jünger bei Nacht und cließen ihn in einem Korb die Mauer hinab.

Er hat zuerst bei sich gekehrt, und als er damit fertig war hat er bei anderen gekehrt :-)
(Übertragen auf Stefano würde ich sagen bedeutet das, er hat zu rauchen aufgehört, und dann versucht andere vor den Folgen des Rauchens zu schützten. Ich komme mir schon vor wie ein Priester, dass ich auch noch Gottes wort auslegen muss? ;-) )

Amen

Von Felix am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 23:52:

Hi Jürgen, das meine ich ja! In erster Linie hat er wohl vor seiner eigenen Türe gekehrt, der zum Paulus gewordene Saulus, oder hab ich die Bibel falsch gelesen?

Stefano, wir haben unterschiedliche Auffassungen vom Wort "Prävention".
Ich muss keine besondere Methode anwenden, das ergibt sich, v. a. als Vorbildwirkung oder weil die Leute auch nachfragen.
Darf ich nebenbei fragen, wie lange du dich zu der nicht mehr schadstoffbeisteuernden Gruppe zählst? Ich fürchte, du wirst schwer daran vorbeikommen, irgendwann einmal dein altes Raucher-Ich zu akzeptieren.

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Jürgen T. (Ix) am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 23:19:

Was tust DU außer eigene Rechte auf eine schadstofffreie Luft einzufordern, die DU selber jahrzehntelang verpestet hast?

Hi Felix,
ich argumentiere ja ungern mit der Bibel, aber diesbezüglich muss einem dieser Spruch ja geradezu einfallen : "Vom Saulus zum Paulus."[*]

Mit deiner Argumentation darf jemand, der irgendwann mal Mist Gebaut hat nicht mehr das Unrecht anprangern, das er selber mal verbrochen hat. Was ist das bitte für eine Logik?

Ich finde es ist eine schöne Sache, wenn jemand eigene Fehler erkennt, korrigiert und versucht andere vor diesen Fehlern zu bewahren, bzw. den Schaden zu mildern.

[*] Ich empfehle es nachzulesen im Neuen Testament, Apostelgeschichte des Lukas, Kapitel 9, ab Vers 1.

Von Stefano am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 22:15:

Wie!? Mehr hast du nicht zu sagen? Schwach Felix.

>ICH habe schon einigen Personen geholfen, das Rauchen sein zu lassen.

Wie hast du das eigentlich angestellt Felix. Welche Methode hast du verwendet?

Was nützt es der Primärprävention, wenn die Leuten weiterhin das Luftschadtsoffgemisch Tabakrauch einatmen müssen?

>Was tust DU (...)

Sag mal, willst du in diesem Forum nur rabatz machen?
Du liest wohl nur das raus, was dir in dem Kram passt.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtstromlinienförmiger im Kampf um die
Denkweise
innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Felix am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 21:36:

Hallo Stefano. ICH habe schon einigen Personen geholfen, das Rauchen sein zu lassen. Das ist immerhin etwas.
Was tust DU außer eigene Rechte auf eine schadstofffreie Luft einzufordern, die DU selber jahrzehntelang verpestet hast?

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Wen oder was zitierst du da übrigens und wozu? Keine eigenen Gedanken mehr?

Von Stefano am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 20:38:

Folgenden Zeilen könnten direkt von dir stammen Felix.
Du argumentierst ähnlich dieser geistigen Brandstifter.

"grundsätzlich haben wir jedes Verständnis für Ihr Anliegen, zumal es um die Volksgesundheit geht und regierungs- wie bundestagsöffentliche Fürsorgepflichten gegen das deutsche Staatsvolk berührt. Gleichzeitig können wir nicht im Namen der Gesamtmitgliedschaft zu diesem Thema Stellung nehmen, da man nicht gemeinhin unterscheiden darf zwischen
a) Rauchern = bösen und
b) Nichtrauchern = guten Deutschen.
Gerade wer selbst einmal Raucher war, wie der Unterzeichnete, und aus Einsicht und eigenbürdiger Entscheidung, ohne Überredung oder nichtssagende Aufklärungsschriften sich zu Haltung eines unbeirrbaren Nichtrauchers durchgereungen hat, kann erst richtig verstehen, daß alle papiernen wie rhetorischen Vorstellungen bei Rauchern nichts fruchten können. (...)"


Hast du etwa mit diesen Arschlöchern zu tun Felix? Ich hoffe nicht!

>Wegen Euch lässt bestimmt kein einziger Jugendlicher die Kippe fallen! Im Gegenteil!

Stimme ich dir uneingeschränkt zu Felix. Ich weiß zwar nicht mit was für Arschlöcher du dich abgibst, doch die Jugend mit der ich zu tun habe, denkt sehr fortschrittlich. Unsere Ziele kannst du aus meinem Beitrag vom 23. Januar, 19.55 Uhr entnehmen.

Es ist auch nicht meine Aufgabe die Jugend vom rauchen abzuhalten. Sie Aber vor dem Luftschadstoffgemisch Tabakrauch zu schützen. Das gelingt mir auch ganz gut!

Was tust du eigentlich, damit diese krankmachende, stinkige, aufdringliche Ungeselligkeit endlich verträglichere Umgangsformen weicht? Ach stimmt ja, nichts! Denn du denkst reaktionär. Du bist das abschreckende Beispiele für die Primärprävention Felix. Gesundheitsförderung muß mit Leben erfüllt werden, wenn es nicht geschriebenes Papier bleiben soll. Alles klar Felix?

>Sicherlich hast du auch für diesen Pott einen Deckel. Ich bin gespannt. Ich auch Jürgen.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtstromlinienförmiger im Kampf um die
Denkweise
innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Jürgen Christ am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 18:58:

Hallo Felix,

Du schlägst dich ja ganz schön tapfer, bei der geballten Übermacht von „Militanten“

Doch leider kneifst du bei entscheidenden Argumenten und machst uns stattdessen an, fabulierst über unsere Vergangenheit (in der du sehr bewandert scheinst) und verteilst Berechtigungsscheine für bestimmte Standpunkte. Oder schickst uns gar zum Arbeitsdienst auf die Krebsstation.

Wenn deine Vorstellung von Menschlichkeit und Toleranz richtig wären, dann würde es ja auch funktionieren. Es ist ja nun mal nicht verboten, in Gegenwart von Kindern zu rauchen, es wird nur an das Verantwortungsbewußtsein der Raucher appelliert – ganz in deinem Sinne. Kein Zwang, keine Reglementierung...die wird es auch so bald nicht geben. Doch wie gehen die Raucher mit dieser Freiheit um? Stell dich bloß mal an eine Ampel und schau in die Autos rein, da wo Kinder und Raucher drinsitzen. Na, Felix, was siehst du? Oder schau in eine x-beliebige Familienfeier rein, wo Kinder natürlich etwas zu suchen haben. Raucher auf den Balkon? Dass ich nicht lache, das machen die einmal und dann haben sie sich festgequatscht und bleiben drinnen. Vor kurzem durfte ich sogar nach einer Kindertheateraufführung in der Cafeteria ein Dutzend Mütter rauchen sehen, klar in Gegenwart der Kleinen, in wessen Gegenwart denn sonst?

Deine Idee von der schönen heilen toleranten Raucher/Nichtraucherwelt muß solche Fakten aushalten können. Ich kann mir das allerdings nicht vorstellen, wie das gehen soll, lasse mich aber gerne von dir belehren. Sicherlich hast du auch für diesen Pott einen Deckel. Ich bin gespannt.

Von Jürgen T. (Ix) am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 17:41:

Felix, ich habe noch nie geraucht.
Der Karneval der Kulturen, sowie das Konzert von Depeche Mode in der Waldbühne war so etwas wie ein Schlüsselerlebnis für mich. Ich erkannte wohin es führt, wenn man "Dem Kuckuck den kleinen Finger gibt": "Er nimmt die ganze Hand." Im Konzert haben es die Raucher tatsächlich geschafft unter freiem Himmel in einer Geländesenke (es war da fast windstill) einen Dunstschleier zu erzeugen, der ca 50 cm über den Köpfen der Leute hing. Und ich war mal wieder um meine saubere Luft gebracht. Gilt hier das Recht des Stärkeren? Oder des Frecheren? Oder des Rücksichtsloseren? Oder des Gedankenlosen?

Das was du als "Tolleranz" bezeichnest ist Wirklichkeit Duldung von Gewalt. (Sefano hat dazu bestimmt tolle Links...).
Das einzige was ich will ist: saubere Luft einatmen. Das steht jedem Menschen zu, genau wie sauberes Wasser, und gesunde Nahrung.

Ich bin nicht deiner Meinung, wenn du sagst, wir würden abschrecken. Ich denke wir werden mehr und mehr Menschen mobisilieren für ihre Rechte einzustehen. Möglicherweise werden sogar Raucher wieder daran erinnert, das es bei Menschen so etwas wie ein Bedürfnis nach frischer, sauberer Luft gibt. Und wenn nicht, dass sie dieses Bedürfnis bei ihren Mitmensen respektieren.

Rauchen im Beisein von Menschen, die Zigarettenrauch verabscheuen, ist eine Unhöflichkeit, egal wo und wie sie stattfindet. Und es darf nicht so getan werden als sei Unhöflichkeit ein Gewohnheitsrecht. Wohin das führt sieht man deutlich an dem berliner U-Bahn-Mitarbeiter, der einen Fahrgast aufgefordert hat seine Füße von den Sitzbänken zu nehmen. Er ist niedergestochen worden. Hoffentlich nur ein Einzellfall...

Von Felix am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 11:28:

Einer der einen Fehler gemacht hat - das ist offensichtlich Euer Standpunkt beim Rauchen - darf STILL Wiedergutmachung betreiben. Da gibt es Möglichkeiten, Stefano, Jürgen, in diversen Lungenambulanzen.
Er darf doch nicht lauthals gegen die anschreien, die jetzt dieselben Fehler machen! Nur weil Muttis Lieblinge nach 30 Jahren Luftverpestung es jetzt geschafft haben, abstinent zu werden, können sie jetzt doch nicht einfach loslaufen und lauthals ihre Rechte einfordern! Als frisch gebackener Nichtraucher! Das ist zu billig. Da bin ich still oder ich leiste etwas.

Stefano, du hast mich absichtlich mißverstanden: Das Wort Prävention meint nicht DICH und DEINEN Gesundheitszustand. Da geht es um ANDERE LEUTE. Du bist als Präventivmassnahme kontraproduktiv! Auch Jürgen. Wegen Euch lässt bestimmt kein einziger Jugendlicher die Kippe fallen! Im Gegenteil! Wenn es für mich einen einzigen Grund gegeben hätte, rückfällig zu werden, dann waren das ausschließlich Leute wie du und wie Jürgen! Ihr seid abschreckende Beispiele für Aufhörwillige, im Ernst!
Erinnert Euch doch ein wenig, wie Ihr als Raucher gedacht und gefühlt hab - was hättet Ihr bei Euch bewirkt? Na also.


Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Coitado am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 11:15:

Hallo, Jürgen T.,
ich will mich in die Diskussion nicht im Detail einmischen. Wenn du aber das GG zitierst solltest du immer eines bedenken:
Freiheit ist immer auch die Freiheit des Anderen!
Man sollte, anstatt aufeinander rumzuhacken, sich arrangieren. Der Raucher wird sicherlich Rücksicht nehmen müssen, der Nichtraucher kann dafür (z.B. im Freien) Toleranz üben!
Grüße
Siggi (Coitado)

Von Jürgen T. (Ix) am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 09:34:

[Felix:]Trotzdem seid Ihr, genauso wenig wie ich, legitimiert, überall überstrenge Regeln einzufordern, weil Ihr selber mal geraucht habt.

Wir fordern nur ein GRUNDRECHT ein. Schon die Tatsache, dass es in Artikel 2 auftaucht zeigt, wie wichtig dieses Grundrecht ist. Und es gilt frür ALLE Menschen, auch für Raucher und Ex-Raucher:

Art 2, Abs.2:"Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden."

Die Verwirkung ist von Grundrechten ist schon mal vorsorglich in in Artikel 19 GG geregelt, damit nicht jemand derherkommt und Leuten einfach ihre Grundrechte abspricht ;-)

"Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit (Artikel 5 Absatz 1), die Lehrfreiheit (Artikel 5 Absatz 3), die Versammlungsfreiheit (Artikel 8), die Vereinigungsfreiheit (Artikel 9), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis (Artikel 10), das Eigentum (Artikel 14) oder das Asylrecht (Artikel 16a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen."

ein rauchfreies Wochenende,
Jürgen

Von Stefano am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 09:00:

"Ich rauche gern" und "Sie kennt zur Demokratie keine Alternative,
hält Verbote für ein Zeichen von Schwäche und raucht weil,
Genießen ein Teil ihrer Freiheit ist."
Die Deutsche Tabakwirtschaft. Quelle: SPD-Zeitschrift "Vorwärts"

Und wo bleibt da die Freiheit derer, die essen und trinken wollen, ohne nach Tabakrauch zu stinken? Sag mal, schreibst du etwa im Auftrag der Drogenmafia? Was hat man dir, für deinen schrecklichen Opportunismus versprochen Felix? Ich meine nur, denn deine Antipräventionskampagne kommt mir sehr bekannt vor.

>Prävention ist eine Methode und kein Standpunkt.

Ach, wirklich!? Welche Methoden verwenden eigentlich deine zwangsberauchten Mitmenschen um präventiv Leben zu können Felix?

>deine Erläuterungen hier halte ich für den schlimmsten Fall.

Kann ich nicht bestätigen Felix. In der Primärprävention mache ich noch genügend Fehler, aber seit ich mich vor dem Luftschadstoffgemisch Tabakrauch schütze, geht es mir viel, viel besser. Keine Übelkeit mehr, keine Kopfschmerzen mehr, kein Augenbrennen mehr, kein Halskratzen mehr. Ich kann also, seit Rund 20 Jahren richtig durchatmen. Solange wehre ich mich bereits gegen diese stinkige, aufdringliche Ungeselligkeit.

>Trotzdem seid Ihr, genauso wenig wie ich, legitimiert, überall überstrenge Regeln einzufordern, weil Ihr selber mal geraucht habt.

Diese These ist wirklich interessant Felix. Früher habe ich meine Gegner verprügelt. Soll ich deshalb weg schauen, wenn jetzt jemand verprügelt wird? Gib aber acht, der verprügelte könntest du sein!

>Wenn Ihr dann womöglich rückfällig werdet,

Also für meine Person kann ich dich beruhigen und versichere dir, dass mich keine Summe dieser Welt dazu bewegen könnte. Charakterstärke, ist nämlich meine Stärke Felix.

>fordert lauthals Raucherrechte ein.

Wo lebst du bloß Felix. Im Ruhrgebiet haben Kinderärzte bei 60 von 100 Kinder, im Alter zwischen 5 und 10 Jahren angeblich erhöhtes Kotininspiegel im Urin festgestellt. Findest du das richtig? Diese "Raucherrechte" wurden bereits vor Rund 140 Jahren eingefordert. Wie sich diese "Rechte" entwickelt haben, habe ich dir das Beispiel "Arschlöcher" vor Augen geführt.

>Die genannten Institute habe ich mit keiner Silbe verunglimpft oder auch nur erwähnt!

Ach, wie kleinbürgerlich Felix. Ich habe lediglich gefragt, ob dort lauter Spinner forschen würden, weil wir deren Forschungsergebnisse als Argumentation für unsere Primärprävention verwenden.

>nichtmilitanter nichtignoranter Nichtraucher

Ich enthalte mich der Stimme Felix! Denn gegen die Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtstromlinienförmiger im Kampf um die
Denkweise
innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Felix am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 01:37:

Klüger werden ja. Bereuen von mir aus, ja.
Aber doch wohl ein ERWEITERTES Verständnis, nicht ein eingeengteres.

Stefano weiß, wie wahnsinnig schwer es für ihn war, aufzuhören, er hat ja nur GANZE 30 JAHRE für dieses Projekt gebraucht! Und jetzt, wo er aus dem Schneider ist, findet er, meine Güte, die Leute könnten doch einfach zu rauchen aufhören. War doch für ihn auch ganz superleicht, nicht wahr? Lächerliche 30 Jahre, naja. Oder er ist doch noch nicht ganz aus dem Schneider vielleicht ...

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Paul Lenz (Webmaster) am Samstag, den 09. Februar, 2002 - 00:08:

> Ich sehe nicht, das es erlaubt sein soll, einfach die Fronten zu wechseln.

"Niemand kann mir verbieten, jeden Tag ein bisschen klüger zu werden." Konrad Adenauer zu dem Vorwurf, mal wieder seine Meinung geändert zu haben


> Das kommt mir vor, wie ein Fresssüchtiger, der endlich abgenommen
> hat, und dann mit dem Finger auf die Dicken zeigt, und sich
> lustig macht oder ihnen Super-Diät-Belehrungen aufdrängt!

Komisch... andere sprechen mir das Recht ab, mich zum Thema "Rauchen" zu äußern, gerade weil ich nie richtig geraucht habe...


Webmaster

Von Felix am Freitag, den 08. Februar, 2002 - 22:23:

Prävention ist eine Methode und kein Standpunkt. Sie wirkt, sie wirkt nicht, oder im schlimmsten Fall bewirkt sie das Gegenteil. Stefano, deine Erläuterungen hier halte ich für den schlimmsten Fall.

Rauchen im Freien verbieten zu wollen, halte ich für - gelinde gesagt - übertrieben. Nicht dafür das Beispiel mit dem Gefängnis.

Trotzdem seid Ihr, genauso wenig wie ich, legitimiert, überall überstrenge Regeln einzufordern, weil Ihr selber mal geraucht habt. Natürlich redet man sich im Entzug ein, Rauch riecht schrecklich und furchtbar und pfui gack. Manche bauen auch einen Selbsthass quasi auf das vergangene Ich auf.

Ich sehe nicht, das es erlaubt sein soll, einfach die Fronten zu wechseln. Womöglich wart Ihr selber rücksichtslose Raucher.
Wenn Ihr dann womöglich rückfällig werdet, rennt Ihr womöglich herum und fordert lauthals Raucherrechte ein.
Ich mein, so geht´s nicht. Das kommt mir vor, wie ein Fresssüchtiger, der endlich abgenommen hat, und dann mit dem Finger auf die Dicken zeigt, und sich lustig macht oder ihnen Super-Diät-Belehrungen aufdrängt!

30 Jahre Raucher Stefano? Dann sei einmal 30 Jahre Nichtraucher!

Felix
nichtmilitanter nichtignoranter Nichtraucher

Die genannten Institute habe ich mit keiner Silbe verunglimpft oder auch nur erwähnt!

Von Stefano am Freitag, den 08. Februar, 2002 - 20:10:

>Prävention ist sehr sinnvoll, aber Deine Aktivitäten halte ich für anti-präventiv.

Diese Logik mußt du uns mal erklären Felix.

Primärprävention darf meines Erachtens nicht zu einer Anpassung des Menschen an schädigende Verhaltensweisen führen. Sie muß stattdessen am Entstehungsort von Gesundheitsbelastungen ansetzen, die Betroffenen auf Belastungen aufmerksam machen, auf die Verhinderung der Belastungen abzielen und die Betroffenen anhalten, gegen Belastungen vorzugehen und zwar auch gegen Belastungen die durch das Zwangsmitrauchen drohen. Räume mit Qualm sind „Giftzonen“ äußerte sich zurecht der Arbeitsmediziner Georg Pape gegenüber der Offenbach-Post. „Jede Form des passiven Mitrauchens ist eine potentielle Gefährdung“ fügte er - folgerichtig - hinzu.

Die Primärprävention dass Gegner des Zwangsmitrauchens einfordern, dient also nicht jene die sorglos mit ihrer Gesundheit umgehen wollen. Das wäre ohnehin Sinnlos!

>Menschenhetze wird es dann

Sag mal Felix, sind deiner Meinung nach lauter Spinner beim Robert-Koch-Institut und beim Deutschen Krebsforschungszentrum beschäftigt? Gegner des Zwangsmitrauchens verbreiten unter´s Volk lediglich das, was diese Institutionen (erforscht) und veröffentlicht haben. Als Gewerkschafter und Betriebsrat habe ich mich außerdem verpflichtet die Lebensqualität der "Schwächeren" zu sichern und zu verbessern. Dazu gehört also auch das Recht auf tabakrauchfreie Atemluft. Gegner des Zwangsmitrauchens betreibe also Menschenschutz und nicht wie du meinst, Menschenhetze.

>In Wirklichkeit geht die Diskussion um Arschlöcher oder Nicht-Arschlöcher

In dieser Hinsicht stimme ich dir uneingeschränkt zu Felix.
Das ist der Kampf um die Denkweise dass ich sehr begrüße und unterstütze.

Du brauchst dich nur um 7.00 Uhr in der Früh, 15 Minutenlang an einer beliebigen Ampel einer Großstadt zu stellen, dann kannst du all die Arschlöcher beobachten, die ein Herz für Kinder an ihren Wagenäußeres angebracht haben aber ihre Kinder im Wageninneren mit Tabakrauch fast ersticken. Auch kannst du all die Arschlöcher beobachten die Ihre brennende Kippe aus dem Autofenster werfen.

Besuchen kannst du auch mal eine Strafvollzugsanstalt, dort kannst du all die Arschlöcher beobachten, die nicht rauchen. Ein Hilferuf eines verurteilten Straftäters ergab, dass er zweimal Bestraft wird, weil von 100 Inhaftierten Straftätern höchstens 5 nicht rauchen würden. Auf meine Anregung hin, wird nun im Besucherraum dieses Gefängnises nicht mehr geraucht.
Das nenne ich Primärprävention! Alles klar Felix?

Im übrigen erkläre ich mich mit Jürgen Christ´s Argumentationen solidarisch.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtstromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Jürgen T. (Ix) am Freitag, den 08. Februar, 2002 - 18:38:

Ich kann mich meinem Namensvetter nur anschliessen. Das mit der Hundescheisse ist hier in Berlin gut gelöst: Gemäß dem Verursacher-Prinzip ist man verpflichtet, die Häufchen (Mit Schaufel und Plastiktüte) zu entfernen.

Übertragen auf unsere rauchenden Mitmenschen bedeutet dies, sie dürfen dort rauchen wo sie sicher sein können, dass die Schwelgase nicht in die Nase ihrer Mitmenschen ziehen.
Übrigens ist das Verbrennen von Gartenabfällen hier aus ähnlichen Gründen verboten.

Und in Tokio wurde es Pflicht für Autos einen Katalysator zu haben, weil die Atmosphäre auf Kreuzungen tödlich für Verkehrspolizisten war. (Der Einsatz von Atemfiltern war erforderlich.)

Felix, du sprichst von Relationen, zu Recht. Da kann ich nur entgegnen, dass ich beim Karneval der Kulturen (unter freiem Himmel) erst nach langem Suchen einen Platz gefunden habe, wo ich nicht durch einen benachbarten Raucher beläßtigt wurde. Als ich dann doch einen fand, stellte sich ein Raucher neben mich, und ich musste mir nach der meiner Bitte doch woanders zu rauchen anhören, dass er unter freiem Himmel rauchen darf wo er will. Erst nach längerem Streit, der (seinerseits) fast beleidigend wurde, hat ist er von seiner Begleiterin (der es offensichtlich zu peinlich wurde) weggezerrt worden.

Von Jürgen Christ am Freitag, den 08. Februar, 2002 - 13:17:

Hallo Felix,


ich möchte doch etwas mehr Redlichkeit die der Diskussion anmahnen. Ich finde meine Argumente bei dir nicht korrekt wiedergegegen und von „Arschlöschern“ war bei mir niemals die Rede. Den Vergleich mit „Hundescheiße“ halte ich allerdings für genial: Wie beim Rauchen gehen hier die Diskussionen hoch, hier wie dort werden völlig Unbeteiligte geschädigt (und wieder sind es die Kinder, die darunter am meisten leiden) und auch hier konnte Felix seine maßlosen Übertreibungen & Verdrehungen nicht lassen: Oder kannst du mir e i n e n nennen, der als Lösung die „völlige Abschaffung der Haustierhaltung“ gefordert hätte.


Zur Sache: Du sorgst dich beim Tabak um dir nahestehende Menschen, dein gutes Recht, doch wenn jemand sich für alle Sorgen macht, dann nennst du das „Hetze“. Einmal polemisch gefragt: Ab welchem Verwandschaftsgrad, ab welcher Anzahl Betroffener kippt dein O.K. in diese völlige Ablehnung?


Zum „Glashaus“: Dass Stefano und auch ich früher geraucht haben, beweist unsere Kompentenz: Da wir beide Seiten kennen, wissen wir auch, worüber wir reden. Du magst zwar unsere Argumente als Steine empfinden, wohl, weil sie dir weh tun, doch im Glashaus sitzen wir längst nicht mehr.


Soll ich noch etwas über Neid sagen? Auf was, auf wen,...bitteschön.. sollten wir neidisch sein?

Von Felix am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 23:56:

Stefano: Prävention ist sehr sinnvoll, aber Deine Aktivitäten halte ich für anti-präventiv.

Jürgen: Entschuldige, aber auf diese Forderung kann man nicht eingehen. Das erinnert an einen Hundescheißestreit, bei dem u. a. die völlige Abschaffung der Haustierhaltug gefordert wurde. Es gibt immer zwei Seiten, es gibt sowas wie RELATIONEN.

Diskutieren kann man alles. Menschenhetze wird es dann, wenn Stereotypen und Pauschalierungen aufgebaut werden. Der hier von einigen immer wieder stereotyp beschriebene typische Raucher ist ein bösartiges Arschloch, der rücksichtslos alle, z. B. auch seine Kinder zuqualmt oder Asthmatiker am Arbeitsplatz. Die meisten Leute sind aber überhaupt nicht so!!!
Wenn ich mich über einzelne Personen aufrege, ist das natürlich O.K., aber sobald ich eine Gruppenbeschreibung daraus mache, ist es Hetze. In Wirklichkeit geht die Diskussion um Arschlöcher oder Nicht-Arschlöcher und nicht um Raucher oder Nichtraucher. Wenn man ein Arschloch ist und raucht, quält man seine Mitmenschen damit. Das ist aber nur eine von hundert Arten ein Arschloch zu ein. Auch für ein nichtrauchendes Arschloch finden sich genügend Wege, sich als Arschloch auszudrücken.

Wenn ich mir Sorgen mache, um nahe Menschen, wenn ich Angst habe, dass mein Kind zu rauchen beginnt, wenn ich nicht will, dass sich ein guter Freund die Lunge mit Teer zupflastert - das sind für mich verständliche Gedankengänge.

Ich verstehe nicht dieses Geschrei um ein bisschen Qualm hier und da, und wie Milliarden Leute dann in eine Schublade gesteckt werden! Glücklicherweise haben die meisten hier einen menschlicheren Zugang!!!

Aber was ich überhaupt nicht auf die Reihe kriege: es scheint Stefano und andere haben selber früher geraucht?!?!
Mit welchem Recht schmeißt Ihr dann Steine aus dem Glashaus? Ist das unbewusster Neid, weil man das Rauchen selber doch noch nicht ganz hat abstreifen können?

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Jürgen T. (Ix) am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 22:39:

@Felix: Du magst zum Rauchen unter freiem Himmel stehen wie du willst aber, aber ich wollte am Wochenende einen wunderschönen "Frühlingstag" bei herrlichem Wetter und klarer Luft im botanischen Garten geniessen. (4€ Eintritt.) Fehlanzeige. Ich musste mich oft über liebenswürdige Mitmenschen ärgern, deren Zigarettenqualm an meiner Nase vorbeizog. (so von 2-4 m entfernt.)

Ich BIN für ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit. Ob das durchsetzbar ist, steht auf einem andern Blatt. Bis dahin wäre ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden schon mal ein Zwischenziel. Und wer weiss, vielleicht lasse ich mir ja noch was einfallen für die Raucher, die mich an frischer Luft zuräuchern...

Von Ulead am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 22:32:

>

Stimmt nicht! Früher in meiner Mittagspause, die eine halbe Stunde ging, habe ich 4 Zigaretten (unmittelbar) hintereinander geraucht, da ich auf Arbeit nicht rauchen konnte. P.S.: Ich bin jetzt schon 8 Wochen Nicht-mehr-Raucher

Von Stefano am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 21:14:

Für einen Nichtmilitanten bist du ganz schön aggressiv Felix.

>Irgendwelche naiven Preisausschreiben?

Deine abwertende Hinweise finde ich Feige Felix.
Wenn du an diesem Preisausschreiben etwas auszusetzen hast, dann wende dich bitte an den Koordinatoren von "Rauchfrei 2002". Für alle nikotinentwöhnungswilligen Menschen finde ich diese Aktion sehr hilfreich. Denn Geld verdirbt den Charakter, heißt es. Es stärkt also das Unterbewußtsein beim durchhalten, meine ich.

Ist es nicht sonderbar Felix, dass viele Umweltschützer für saubere Luft fechten, aber nicht gerne danach Leben wollen? Wo bleibt da die Konsequenz?

Primärprävention (Gesundheitsförderung) soll Menschenfeindlich sein Felix? Dann können wir gleich sämtliche Gesundheitsinstitutionen abschaffen und so Leben wie die Ianumami Indianer!

Des weiteren sehe ich es auch wie Jürgen Christ.

Hochatmungsvoll --
Stefano, der Nichtstromlinienförmiger
im Kampf um die Denkweise innerhalb der
so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Jürgen Christ am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 20:37:

Lieber Felix,

wenn du solch allgemeingültige Aussagen machst, dann solltest du ein wenig über den Tellerrand deiner persönlichen Erfahrungen und Vorlieben das Phänomen im Gesamten sehen. Dazu gehört auch das außerordentlich traurige Kapitel der Gewalt gegen Kinder, indem man sie Tabakrauch aussetzt. Die können nämlich in kein Nichtrauchercafe gehen, und auch nicht aussteigen und mit der Bahn weiterfahren, wenn sie im Auto von ihren Eltern zugequalmt werden, die müssen das aushalten, denen hilft kein Polizist, kein Politiker und auch kein Kinderschützer. Das hatte ich in meinem Beitrag angedeutet, das magst du geflissendlich überlesen haben, weil es dir nicht in den Kram paßte. Ist ja auch nicht weiter schlimm. Aber, lieber Felix, ich verwahre mich ausdrücklich gegen deine Qualifizierung als Menschenhetze in diesem Zusammenhang. Solch eine Demagogie zeigt deine Betroffenheit und deinen Unwillen, dich wirklich mit dem Problem auseinanderzusetzen.

Von BRONCO am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 17:39:

Ich habe mal ein Frage an alle Forumsteilnehmer und vor allem einen Arzt. Ich war selbst über 10 Jahre lang starker Raucher (ca. 40 Stück täglich), vorher allerdings starker Sportler. jetzt höre ich immer wieder, dass Allan Carr über 100 Zigaretten täglich und das 33! Jahre lang geraucht haben soll. Ich habe selbst nur bei einem "Saufkongress" der 24 Stunden dauerte mal einen "Rekord" aufgestellt und meine 5.Schachtel angefangen (also die 81. Zigarette). Wie soll ich mir das dann 33 Jahre lang vorstellen? Selbst wenn Carr 24 Stunden lang aufgeblieben wäre, dann hätte er nicht länger als 7 Minuten pausieren können (bei am Ende angeblich 120 Zigaretten sogar weniger!)zwischen den Zigaretten. Ich halte das für eine Legende, vor allem müsste er eigentlich schon tot sein bei der Menge an Zigaretten, es tut mir leid, aber das kann ich einfach nicht glauben, dass so jemand nur mit dem blossen Willen aufhört (auch noch filterlos). Jeder Raucher weiss doch, dass man nicht mehr als 3 Zigaretten unmittelbar hintereinander rauchen kann ohne gleich loszukotzen und der soll das 33 jahre hintereinander den ganzen Tag und das auch noch ohne Filter getan haben??? Logisch! Und davon hatte er selbstverständlich auch keine gesundheitlichen Schäden!!! Ein Ammenmärchen jagt das nächste. Ich bringe gerade mal ein Drittel seiner Rauchzeit auf, mit weniger als der Hälfte Zigaretten am Tag und hatte nicht gerade geringe Probleme mit dem Aufhören und er soll es ohne Hilfsmittel geschafft haben??? Das glaube ich nicht, das kann kein Mensch. Das müsste ein Ausserirdischer sein, sonst ist das unmöglich.
Euer Bronco
PS: BIn seit 4 Wochen glücklicher Nichtraucher.

Von Paul Lenz (Webmaster) am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 12:32:

> Es gibt Nichtrauchercafés. Die sind leer

Nenne bitte mal ein paar Adressen. Wenn sie nicht zu weit weg sind, würde ich gern nachsehen, ob sie tatsächlich leer sind.

> Was z. B. Stefano und einige andere Nichtraucher
> betreiben, IST Menschenhetze.

Das simple Wiederholen ohne Begründung macht eine Behauptung auch nicht zutreffender.


Webmaster

Von Felix am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 12:07:

Es gibt Nichtrauchercafés. Die sind leer, weil meistens Raucher ins Café gehen.
Nichtraucherrestaurants setzen sich aber durch, warum gehst du nicht dort hin?

Meinst du Rauchverbot auf der Straße???? Das nehme ich nicht ernst.

Was z. B. Stefano und einige andere Nichtraucher betreiben, IST Menschenhetze.
Es gibt tatsächlich Leute, die ständig furzen. Absichtlich? Weiß nicht, wie man das macht. viel Luft schlucken und Bohnen essen, damit man laut furzen kann????

Übrigens: Mich stört Zigarrettenrauch in einem Cafe überhaupt nicht. Manche Körpergerüche stören mich massiver. Drum ist´s in einem Cafe, wo geraucht wird, unterm Strich angenehmer, weil man´s dann nicht so riecht!

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Jürgen T. (Ix) am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 08:08:

[Felix:]Ich möcht da einmal was klar stellen: einige meiner besten Freunde und Freundinnen sind zufällig rauchende Mitmenschen.

Geht mir genau so. Einer hat inzwischen aufgehört zu rauchen.

[Felix:]Zum anderen: komisch, ich treffe diese bösen bösen Menschen niemals, die mir hämisch grinsend ins Gesicht
rauchen.


Da scheinst du ausgesprochenes Glück zu haben. Ich treffe solche leute jeden zweiten Tag auf der Treppe der Ubahn an der Uni. Und auf dem Weg von dort zum Uni-Gebäude, wenn sie vor mir laufen. Ok, sie grinsen nicht hämisch, aber das ist auch egal, denn ich sehe ihr Gesicht sowieso nicht. Der Effekt ist jedoch der gleiche.

[Felix:]Wenn jemand furzen muss, landet er auch nicht gleich im Irrenhaus. Glücklicherweise ist es noch nicht soweit, dass alle Kranken, Armen und Hässlichen in Anstalten landen.

Du hast Jürgens Argument entweder nicht verstanden, oder nicht verstehen wollen. Er meinte VORSÄTZLICH. Es wird vielleicht verständlicher, wenn du "furzen" mit "(vorsätzlich)Finger in den
Hals stecken und Erbrechen" ersetzt.

[Felix:]Es gibt Gerüche die ich störender finde als Zigarettenrauch.
[DA IST ES WIEDER! DAS "ES GIBTSCHLIMMERES"-ARGUMENT ;-) ]
Mir kommt jedoch vor, dass manche Leute, wenn sie zu rauchen aufhören, diesbezüglich irrsinnig geruchsempfindlich werden - vielleicht ist das der Grund.

Vor ein paar Wochen ergab sich in unserem Studentencafe ein groteskes Bild. Zwei Frauen saßen rauchend nebeneinander. Beide graziös den Ellenbogen in der Hüfte, zwischen den Fingern eine Zigarette. Klar, das der Rauch der einen ins Gesicht der anderen zog. Da ist es passiert : Sie hat rumgefächelt, ein grimmies Gesicht gemacht und gefragt, ob sie die Zigarette nicht wegnehmen könnte. Ich habe mir ein Lachen nicht verkneifen können :-)
Jetzt erzähle mir nicht, nur Nichtraucher (diesmal nicht Zwangsmitraucher) würde der Rauch anekeln. Hier war mal ein Raucher nicht nur nebenbenbei auch Passivraucher sondern sogar Zwangsmitraucher! Und er hat reagiert wie jeder normale Mensch!!!

Und das Wort Menschenhetze finde ich übrigens in diesem Zusammenhang wirklich fehl am Platze. Ich stimme da Paul voll und ganz zu: Raucher sind überall willkommen, nur dürfen sie halt nicht überall rauchen. Rauchverbote
richten sich nicht gegen Menschen, sondern gegen die Tätigkeit des Rauchens.

Gruß,
Jürgen

Von Felix am Donnerstag, den 07. Februar, 2002 - 02:08:

Vielleicht du hast sie vertrieben Stefano?

Was hältst Du da für Prophylaxe? Irgendwelche naiven Preisausschreiben? Was lockt das einem, der im Monat viele viele Euro für Glimmstengel über den Ladentisch schiebt? Lächerlich!

Aber du betreibst Anti-Prophylaxe, Hochatmungsvoller! Was glaubst du, für wieviele Leute Deine Ergüsse ein abschreckendes Beispiel sind?
Besteht Gefahr, dass ich auch so werde, denken sie, wenn ich zum Rauchen aufhöre? Dann vielleicht doch lieber nicht .....

Beruhigt Euch, ev. dies lesende angehende Nichtraucher: Stefano ist eine absolute Ausnahmeerscheinung, Ehrenwort! Wahrscheinlich war er als Raucher auch nicht viel anders, er war halt nur auf andere Art so wie er jetzt ist.

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Stefano am Mittwoch, den 06. Februar, 2002 - 23:54:

>hier treffen sich Raucher, die aufhoeren wollen

Wo sind sie nur geblieben Antonia?

Jene, die ich in diesem Forum kennengelernt habe, wollten lediglich eine verbale Auseinandersetzung führen. Und die oft niveaulose Verhaltensweise innerhalb der
"Rauchkultur" rechtfertigen.

Wills du eigentlich auch mit dem Rauchen schluß machen? Dann tue es einfach Antonia!
Tips findest du genügend in diesem Forum. Eventuell auch von mir.

Was bedeuten für dich die Worte "Gesellschaftliche Fragen und Identitäten"?

Hochatmungsvoll
Stefano

Von Antonia am Mittwoch, den 06. Februar, 2002 - 23:00:

Ich frage mich, was Du Stefano, in diesem Forum eigentlich zu suchen hast, Deine Erguesse sind unertraeglich. Ich habe gedacht, hier treffen sich Raucher, die aufhoeren wollen, Ex-Raucher, die Aufhoerwilligen mit guten Tips helfen wollen und Nichtaucher, die aber noch ein normales Weltbild in sich tragen. Weiterhin viel Spass bei Deiner so genannten Nichtraucherbewegung und freue Dich dass DU ein sogenannter zivilisierter Mensch bist!!!
Antonia

Von Paul Lenz (Webmaster) am Mittwoch, den 06. Februar, 2002 - 22:53:

> An den meisten Arbeitsplätzen heißt´s
> bereits ausdrücklich: Raucher unverwünscht!

Das stimmt nicht. Raucher sind überall willkommen, nur dürfen sie halt nicht überall rauchen. Rauchverbote richten sich nicht gegen Menschen, sondern gegen die Tätigkeit des Rauchens.


Webmaster

Von Stefano am Mittwoch, den 06. Februar, 2002 - 22:45:

Richtig Felix. Vive la civilisation.
Wer aber wie Du das Zwangsmitrauchen nicht abschaffen möchte, der kann mit zivilisierten Menschen nicht viel am Hut haben. Denn zivilisierte Menschen achten ihr Gegenüber, egal ob Kind, Erwachsenen oder Tier.

Aus deiner übertriebenen Toleranz entnehme ich eine allgemeine Gleichgültigkeitserklärung eines Individualisten, der nur seine Vorteile vor Augen hat. Légal, illégal, Scheißégal.

Anders als du, finde ich die Welt wunderbar Felix. Bescheuert finde ich jedoch Menschen, die Primärprävention (Gesundheitsförderung) mit "Hass schüren" gleichsetzen.

In Artikel 2 Abs. 1 und 2 des Grundgesetzes heißt es doch:
"Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt..." und "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit..."

Diese ethische Forderung wird bekanntlich zu wenig beachtet, Vernunft und Rücksichtnahme sind viel zu oft ohne Verbote nicht durchsetzbar. Beispiel: Menschen, darunter Asthmatiker, Allergiker, Schwangere, Babys usw. werden tagtäglich durch ihre rauchenden Mitmenschen gezwungen sich einer gesundheitsschädigenden Verhaltensweise anzupassen. Wir wissen, daß unsere nikotinabhängigen Mitmenschen zeitweise das Rauchen einstellen können, doch niemand kann das Atmen unterlassen. Wenn es um Gesundheit geht, sollte - so meinen wir - Rücksicht vor Toleranz gehen. Meinst Du nicht auch? Aus diesem Grund ist eine Gesetzliche Regelung zum Schutz vor dem Zwangsmitrauchen längst überfällig.

Ist dir eigentlich bewußt, daß im Tabakrauch 10.000mal mehr Schmutzteilchen enthalten sind, als in der gleichen Luftmenge an einem Verkehrsknotenpunkt einer Großstadt? Und dass wer sich mehrere Stunden in einem verqualmten Raum aufhält, mehr Dioxin zusätzlich abbekommt, als Anwohner von Müllverbrennungsanlagen ihr ganzen Leben lang?

Übrigens, ich habe gar kein Auto. Denn mein Spruch lautet: "schwimmen, radfahr´n und laufen, statt langeweilen, rauchen und saufen. Mein Fahrradtacho zeigt jährlich ~7000 km.
Alles klar Felix?

Hochatmungsvoll --
Stefano im Kampf um die
Denkweise
innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"

Von Felix am Mittwoch, den 06. Februar, 2002 - 22:20:

Ich möcht da einmal was klar stellen: einige meiner besten Freunde und Freundinnen sind zufällig rauchende Mitmenschen.

Zum anderen: komisch, ich treffe diese bösen bösen Menschen niemals, die mir hämisch grinsend ins Gesicht rauchen.
Im Gegenteil, niemand war z. B. rücksichtsvoller, als meine rauchenden Freunde, wie ich aufgehört habe. Alle haben mich geschont, in Ruhe gelassen, sich gewünscht, dass ich es schaffe.
Ich denke auch, wie man in den Wald hineinruft ...

Wenn jemand furzen muss, landet er auch nicht gleich im Irrenhaus. Glücklicherweise ist es noch nicht soweit, dass alle Kranken, Armen und Hässlichen in Anstalten landen.

Es gibt Gerüche die ich störender finde als Zigarettenrauch. Mir kommt jedoch vor, dass manche Leute, wenn sie zu rauchen aufhören, diesbezüglich irrsinnig geruchsempfindlich werden - vielleicht ist das der Grund.

Aber schon lange sind Nichtraucher in der stärkeren Position. An den meisten Arbeitsplätzen heißt´s bereits ausdrücklich: Raucher unverwünscht! Und einen Raucher kannst du foltern, indem du ihm die Zigaretten wegnimmst und ein bisschen triezt. Nicht, dass ich mich jetzt überheblich über jeden Raucher hebe: ich habe dafür andere Schwächen.

Wenn man gegen die Tabakfirmen ist, gegen ausgebeutete Tabakbauern, gegen die Werbung, die die Kids ködert: da bin ich d´accord, das kann ich unterstützen!
Aber mit der Menschenhetze, in die einige Nichtraucher abdriften, mit der will ich absolut nichts zu schaffen haben!

Hab ich mich klar ausgedrückt?

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher

Von Jürgen Christ am Mittwoch, den 06. Februar, 2002 - 12:11:

Was habt ihr eigentlich für einen Schiß, andere Leute auszugrenzen. Wenn jemand der Auffassung ist, er müsse meine Atemluft vergiften, dann stellt er sich doch selbst ins Abseits. Denn damit verletzt er grundlegende Normen jeder gesellschaftlichen Übereinkunft, die in anderen Bereichen zu erheblichen Sanktionen führen würde. Und wenn jemand meint, einen Verein für die Ausgegrenzten gründen zu müssen, dann weiß er offensichtlich nicht, was er tut. Toleranz? Das ist doch eine Sache auf Gegenseitigkeit. Ich kann zwar einen Raucher dulden, tolerieren, doch wenn der das Gleiche tut, dann wird die Angelegenheit lächerlich. Wie kann jemand etwas dulden, was mir ohnehin zwingend zusteht, nämlich schadstofffreie Luft zu atmen. Oder bin ich dabei auf die Gnade der Raucher angewiesen?

Stellt euch nur einmal vor, ich wäre eine Frau und würde gerne laut furzen, das gehöre zu meiner Persönlichkeit, das sollten die anderen doch bitteschön tolerieren. Was meint ihr, was da passiert, wenn das jemand durchzieht. Arbeitsplatz weg, Partner weg, Psycho-Untersuchung, Klapsmühle.

Und dabei ist solch eine Tätigkeit lächerlich harmlos im Vergleich zum Tabakrauchen.

In jedem Lebensbereich gilt der Grundsatz, sich so zu verhalten, dass dem anderen kein Schaden entsteht und plötzlich zündet eine(r) eine Zigarette an und alles soll anders sein? Man muß sich dass einmal auf der Zunge zergehen lassen, welches Privileg sich Raucher da herausnehmen. An Kinder im Auto rauchender Eltern mag ich dabei garnicht denken.

Es ist wirklich an der Zeit, dass hier ein „Umdenken“ stattfindet, da hat Stefano Recht.

Von Jürgen T. (Ix) am Mittwoch, den 06. Februar, 2002 - 07:35:

Mir ist es ziemlich egal, wer sich zu tode raucht, fixt, säuft, so lange ich ihn nicht kenne.
Wenn mir jemand allerdings an Bein pinkelt, oder meine Atemluft verdreckt, der lernt mich von der unangenehmeren Seite kennen. Ich z.B. grenze Süchtige nicht aus, so lange sie nicht meine Gesundheit gefärden.

Wäre es nicht schön, wenn man auch andere Drogen freigeben könnte, und alle verantwortungsbewusst damit umgingen? Nur leider ist der Homo Sapiens Sapiens im allgemeinen wohl doch nicht clever genug, um damit umgehen zu können.

Von Felix am Dienstag, den 05. Februar, 2002 - 22:45:

Stefano, tief durchatmen:

Ich überlege den Freundschaftsverein der Raucher, Breitbandabstinenzler, Säufer und Fixer beiderlei Geschlechts zu gründen! Oder Verein gegen die Ausgrenzung süchtiger Personen.

Es hat keinen Sinn, Hass zu schüren, die Welt ist auch so schon bescheuert genug! Vive la civilisation! Und die Toleranz, auch wenn Krieg spielen für´s erste lustiger zu sein scheint.

Rasend sinnvoll finde ich Deine Aktion übrigens auch nicht. Denn wer zum Rauchen aufhört, tut er´s für sich selber und hätt´s auch ohne Preis getan.

Felix
nichtundsoweiter

Von Paul Lenz (Webmaster) am Dienstag, den 05. Februar, 2002 - 22:04:

Klar, unter "Alles über das Rauchen" bleibt das ja auch, aber nicht unter "Entzugserscheinungen." Ich glaube nicht, dass jemand, der sich für Entzugserscheinungen interessiert, unbedingt auch etwas über Stefanos Denkweisen lesen möchte.

Webmaster

Von Felix am Dienstag, den 05. Februar, 2002 - 17:37:

Ist das nicht "allemeine Diskussion über das Rauchen", gesellschaftliche Fragen und Identitäten?

Von Paul Lenz (Webmaster) am Dienstag, den 05. Februar, 2002 - 06:51:

Es wird mal wieder Zeit, diese Diskussion zu verschieben, weil sie mit dem Thema "Entzugserscheinungen" nichts zu tun hat. Mir ist nur noch kein passendes Thema eingefallen. Ich bitte um Vorschläge.

Webmaster

Von Stefano am Dienstag, den 05. Februar, 2002 - 00:54:

>und tagtäglich passiert sehr viel Schlimmeres!

Habe ich das irgendwann bestritten Felix?
Und was kann schlimmer sein als Verstümmelung oder Tod?

>Du besitzt oder fährst doch etwa kein Auto?

Welche Befriedigung gibt dir ein Ja oder Nein Felix?

>tiefsten Innersten noch nicht vollzogenen Befreiung aus
>der jahrelangen Knechtschaft der Droge Nikotin sind.


Wenn dies so wäre, warum sollte ich dann nicht meine Erkenntnissen weitergeben?
Was fürchtest du Jan?

Ist das vielleicht ein Angebot für dich Felix? Rauchfrei 2002
10.000 Euro zu gewinnen.

Hochatmungsvoll
Stefano

Von Jan am Dienstag, den 05. Februar, 2002 - 00:07:

Sehr gut,

dem Hochatmungsvollen muss mal klargemacht werden,
dass seine vollkommen irrationalen und in jeder Hinsicht überzogenen Ansichten lediglich das Resultat seiner im tiefsten Innersten noch nicht vollzogenen Befreiung aus der jahrelangen Knechtschaft der Droge Nikotin sind.

Freundliche Grüsse
Jan

Von Felix am Montag, den 04. Februar, 2002 - 23:43:

Eine Frage noch, Hochatmungsvoller:

Du besitzt oder fährst doch etwa kein Auto?

Felix
derselbe wie unten

Von Felix am Montag, den 04. Februar, 2002 - 23:39:

Fein, dass du gut atmen kannst, oh hochatmungsvoller Stefano.

Erlaube mir, mir das Wörtchen nicht von dir NICHT aus dem Mund nehmen zu lassen.

Zum Hosenbein, zum Passivrauchen: Stefano, glaube mir, ich habe schon sehr viel schlimmere Dinge erlebt, und tagtäglich passiert sehr viel Schlimmeres!

Felix
nichtmilitanter Nichtraucher
nichtalkoholischer nichtreaktionärer
nichtmoralistischer Nichtkonformist

Von Stefano am Montag, den 04. Februar, 2002 - 21:25:

>nichtmilitanter Nichtraucher

Finde ich Grossartig, wie du dein Weg zum nichtrauchen gefunden hast Felix.
Doch was wolltest du eigentlich mit o.g. Hinweis zusätzlich zum Ausdruck bringen?

Stell dir vor ein Pinkler, pinkelt einem Nichtpinkler ans´ Hosenbein.
Aber der nichtmilitanten Nichtpinkler reagiert fogendermassen:
"Ach ist das schön warm! Mich stört das Urin nicht".

Anders als das Zwangsmitrauchen (Passivrauchen) gefährdet
Urin am Hsenbein nicht die Gesundheit, richt aber etwas streng.
Wie würdest du darauf reagieren?


Hochatmungsvoll --
Stefano im Kampf um die
Denkweise
innerhalb
der so genannten "Nichtraucherbewegung"
>nichtmilitanter Nichtraucher

Von ilodelfini am Freitag, den 03. Dezember, 2004 - 11:15:

Hallo! Ich habe gerade große Probleme. Meine Tochter hat Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen, etc. und mein Mann ist uneinsichtiger Kettenraucher im Haus. Ich brauche Hilfe! ilodelfini